Oolong ist ein halboxidierter Tee, dessen Fermentationsgrad zwischen Grünem und Schwarzem Tee liegt. Er stammt ursprünglich aus dem Wuyi-Gebirge in der chinesischen Provinz Fujian – sein Name bedeutet „schwarzer Drache”. Die Teebuschsorte Da Hong Pao gilt als Mutterpflanze vieler moderner Oolong-Sorten, angebaut heute auch in Guangdong und Taiwan.

Ernte und Verarbeitung
Oolong kann bis zu viermal jährlich geerntet werden, die besten Qualitäten entstehen im Frühjahr und Spätherbst. Geerntet wird ausschließlich per Hand, mit größeren Blättern als bei anderen Teesorten. Nach kurzem Welken in der Sonne folgt eine Ruhephase, in der die Oxidation beginnt: Die Blätter werden dabei mehrmals gequetscht, geschüttelt und in Trommeln gedreht. Dauer und Häufigkeit dieser Schritte bestimmen den Oxidationsgrad. Anschließend wird der Tee erhitzt, um die Fermentation zu stoppen, danach gerollt und geröstet.
Geschmack
Je nach Oxidationsgrad und Röstung schmeckt Oolong nussig und blumig oder eher malzig – ein leichter Oxidationsgrad betont die blumigen, ein starker die malzigen Noten.
Zubereitung
Mit 90 bis 100 °C heißem Wasser aufgießen. In einer Gaiwan oder einer Yixing-Teekanne lässt sich Oolong bis zu achtmal aufgießen, wobei sich das Aroma von Aufguss zu Aufguss verändert.
Lagerung
Kühl, trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen lagern.
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