Schwarzer Tee – in Ostasien wegen seiner Aufgussfarbe auch Roter Tee genannt – stammt von derselben Pflanze wie Grüntee (Camellia sinensis bzw. Camellia assamica). Der Unterschied liegt allein in der Verarbeitung: Schwarzer Tee wird vollständig fermentiert, Grüntee bleibt unfermentiert. Angebaut wird er weltweit, insbesondere in Sri Lanka, den indischen Regionen Assam und Darjeeling, in Japan, China und Kenia.

Bekannte Herkünfte
- Assam: dunkelbraune Färbung, kräftige, malzige Aromen
- Ceylon: Tassenfarbe mit Rotstich, erfrischend und fein-würzig
- Darjeeling: goldbrauner Farbton, mild und elegant im Geschmack
Verarbeitung
Von Hand geerntet werden die zwei jüngsten Blätter und die oberste Knospe. Ein natürliches Welken – bis zu 18 Stunden, mit Ventilatoren etwa halb so lange – entzieht rund 30 % Feuchtigkeit. Beim anschließenden Rollen wird das Blatt aufgebrochen, wodurch die Oxidation beginnt. Die Fermentation im beheizten Raum führt zur charakteristischen dunklen Färbung, danach folgen Heißlufttrocknung, Sortierung und Qualitätsklassifizierung. Die Art der Fermentation entscheidet wesentlich über Geschmack und Qualität des fertigen Tees.
Geschmack
Die Geschmacksprofile reichen von kräftig-würzig über malzig bis blumig, je nach Herkunft und Verarbeitung.
Zubereitung
Die Ziehzeit prägt den Charakter der Tasse: In den ersten zwei bis drei Minuten entfaltet sich vor allem das Aroma, ab etwa drei Minuten Ziehzeit treten die Gerbstoffe stärker hervor.
Lagerung
Kühl, trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen lagern.
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