Weißer Tee gilt als besonders edle, zurückhaltend verarbeitete Teesorte – auch wenn seine Gewinnung aufwendig und zeitintensiv ist. Sein Ursprung liegt in der chinesischen Provinz Fujian, mit den bekanntesten Sorten Silbernadel-Tee (Bai Hao Yinzhen) und Weiße Pfingstrose (Bai Mu Dan). Mittlerweile wird Weißer Tee auch in anderen Regionen produziert, erreicht dort aber selten die Qualität der Fujian-Tees.

Ernte
Die Ernte beschränkt sich auf wenige Tage im Frühjahr. Für die hochwertige Sorte Yin Zhen werden ausschließlich die obersten, noch geschlossenen Blattknospen von Hand gepflückt – für ein Kilogramm werden etwa 30.000 Knospen benötigt.
Verarbeitung
Weißer Tee wird von allen Teesorten am wenigsten verarbeitet. Nach der Ernte sortieren Teebauern die Blätter, teils werden sie geschält, danach folgen Welkung und eine kontrollierte Sonnentrocknung – bei feuchtem Wetter in belüfteten, beheizten Räumen. Durch Wärme und Trocknung entsteht eine leichte Fermentation, die dem Tee sein feines Aroma verleiht. Nach einem Feuchtigkeitsverlust von 80 bis 90 % folgen eine weitere Trocknung bei 100 °C und eine erneute Handaussortierung.
Aussehen und Geschmack
Namensgebend ist ein feiner, heller Flaum, der die Blätter umgibt. Der Aufguss ist hell und fast durchsichtig, der Geschmack mild und blumig – nie bitter.
Zubereitung
Mit rund 70 °C heißem Wasser zwei bis drei Minuten aufgießen und eher lauwarm trinken. Traditionell wird mehrfach aufgegossen.
Lagerung
Kühl, trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen lagern.
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