Grüntee stammt wie Weißer und Schwarzer Tee von der Kamelie (Camellia sinensis bzw. Camellia assamica). Der entscheidende Unterschied: Grüne Tees werden nicht fermentiert, sie reagieren im Herstellungsprozess also nicht mit Sauerstoff. Besonders japanische Grüntees werden dafür schonend hergestellt – fast alle werden über heißem Wasserdampf gedämpft, um Farbe und Inhalt der Blätter zu bewahren.

Verarbeitung
Die geernteten Blätter gelangen rasch in die Aracha-Fabrik. Dort werden sie gedämpft, um die Fermentation zu stoppen und die grüne Farbe zu erhalten. Danach folgen mehrfaches Rollen und Trocknen, die der typischen Teeform ihre Gestalt geben. Nach Qualitätssortierung und Aussortierung unerwünschter Bestandteile werden die Blätter zu einem Blend zusammengeführt.
Qualitätsmerkmale
Die ideale Form ist eine lange, dünne, gerade Nadel; hochwertige Tees haben kleinere Blätter als einfachere Sorten. Japanische Tees sind im Idealfall leuchtend grün, eine gelbliche Färbung deutet auf einfachere Qualität hin. Ein frischer, grüner, saftiger Duft zeigt hervorragende Qualität, ein unsauberer oder heuartiger Geruch dagegen minderwertige oder ältere Ware. Je besser der Tee, desto milder und süßlicher schmeckt er – guter japanischer Grüntee ist nie bitter, sollte aber immer eine frische, grüne Note behalten.
Zubereitung
Hochwertige Tees werden mit unter 80 °C heißem Wasser aufgegossen, einfachere Qualitäten vertragen etwas höhere Temperaturen.
Verkostung
Thomas M. Grömer verkostet als ausgebildeter Tea Taster jede Charge persönlich; nur als hervorragend bewertete Tees werden für ein Blend freigegeben.
Lagerung
Kühl, trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen lagern.
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