Pu Erh Tee stammt aus der chinesischen Provinz Yunnan und ist die einzige echte Teesorte, die nicht aus der Kamelie (Camellia sinensis), sondern traditionell aus wilden Teebüschen (Qingmao) gewonnen wird. Charakteristisch ist seine Reifung: Bei Herstellung und Lagerung sind Mikroorganismen aktiv, die die Teeblätter über die Zeit verändern und Bitter- und Gerbstoffe abbauen – ähnlich wie bei der Reifung von Wein.

Zwei Herstellungsarten
- Shou Pu Erh: beschleunigte, maschinell gesteuerte Reifung
- Sheng Pu Erh: traditionelle Langzeitreifung über 2 bis 50 Jahre
Verarbeitung
Die Blätter werden geerntet, zum Welken ausgelegt und leicht gedämpft, um die Fermentation zu stoppen und die Grünheit als sogenanntes Maocha zu erhalten. Anschließend wird der Tee in Form gepresst. An den Bruchstellen der Blätter bilden sich mit der Zeit Mikroorganismen, die den Tee reifen lassen – die natürliche Langzeitreifung gilt dabei als besonders hochwertig.
Geschmack
Durch die Reifung entwickelt Pu Erh ein elegantes, süßliches Aroma mit Nuancen von Blumen, Kräutern und Früchten sowie einem Hauch Herbe.
Zubereitung
Viele Teeliebhaber beginnen mit einem kurzen „Reinigungsaufguss” mit kochendem Wasser, der nach wenigen Sekunden verworfen wird. Die folgenden Aufgüsse werden getrunken, mit einer Ziehzeit von zwei bis vier Minuten – Pu Erh lässt sich mehrfach aufgießen.
Lagerung
Anders als die meisten anderen Tees ist Pu Erh bewusst auf lange Lagerung angelegt: trocken, luftig und ohne starke Geruchsquellen in der Nähe, damit die Reifung über Jahre weiterlaufen kann.
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